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Wichtige Baumaßnahmen werden erledigt

Abschließende Arbeiten am Hallenbad Steinbergen laufen / Stadtwerke arbeiten in getrennten Schichten

Die Corona-Krise bringt vieles zum Stillstand – doch „wichtige Baumaßnahmen werden erledigt“, wie Jürgen Peterson erklärt, Geschäftsführer der Stadtwerke Rinteln.

So werden beispielsweise die Bauarbeiten am Hallenbad Steinbergen fortgeführt. Eigentlich war angedacht, dass die Arbeiten im März beendet sein würden – doch das Hallenbad kann natürlich vorerst ohnehin nicht öffnen. Derzeit werden noch Malerarbeiten und andere abschließenden Arbeiten erledigt. Im Hallenbad Rinteln haben die Stadtwerke in den vergangenen Wochen ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW) sowie eine neue Kesselanlage eingebaut und Ende März in Betrieb genommen. Dadurch wird die Energieeffizienz im Hallenbad laut Geschäftsführer Peterson „deutlich verbessert“, der Energieverbrauch bewege sich dann auf einem relativ niedrigen Niveau.

Das BHKW wird autark mit Erdgas aus dem Stadtwerkenetz betrieben, der gewonnene Strom eingespeist. Das Hallenbad ist damit aber nicht Teil des Nahwärmekonzepts, in dessen Rahmen seit 2018 das Gymnasium Ernestinum, die Berufsbildenden Schulen, die Kreissporthalle sowie – ab Fertigstellung – der IGS-Neubau durch ein eigenes BHKW mit Wärme versorgt werden.

Auch für das Rintelner Hallenbad sind Sanierungsarbeiten vorgesehen, die eigentlich in diesem Jahr beginnen sollen. Einen konkreten Zeitrahmen für den Umbau gibt es im Moment aber nicht, erklärt Peterson gegenüber dieser Zeitung. Nach Einbau von BHKW und Kesselanlage sei hier „keine allzu große Dringlichkeit gegeben“. Das Hallenbad sei schließlich voll funktionsfähig und „erfüllt die Ansprüche der Besucherinnen und Besucher“.

Wann die Hallenbäder wieder öffnen würden oder wann die Saison im Weserangerbad beginnen werde, könne zurzeit nicht gesagt werden, so Peterson: „Die vorbereitenden Renovierungs- und Pflegearbeiten für die Freibadsaison sind entsprechend der allgemeinen ungewissen Situation eingeschränkt angelaufen.“

Auch wenn das Personal der Stadtwerke derzeit wegen der Corona-Schutzmaßnahmen anders arbeite als sonst, erfolgten nötige Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen natürlich dennoch, teilt Peterson mit. So sei am Blumenwall die Gasdruckregelanlage saniert und ertüchtigt worden. Des Weiteren kümmerten sich die Stadtwerke um die Herstellung von Hausanschlüssen sowie erforderliche Zählerinstallationen. „Der Störungsdienst ist uneingeschränkt gewährleistet“, so Peterson.

Ansonsten müssen aber natürlich auch die Stadtwerke unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen und unter Einschränkungen arbeiten. Für den allgemeinen Besucherverkehr geschlossen sind das Verwaltungsgebäude, das Kundenzentrum, der Werkstattbereich und die technischen Büros der Stadtwerke. Besucher würden nur noch in Absprache mit den jeweils zuständigen Mitarbeitern empfangen, so Peterson. Das Hallenbad Rinteln und der Wohnmobilstellplatz sind ebenfalls weiterhin geschlossen.

Ein Großteil der Mitarbeiter befinde sich, wie bei vielen anderen Betrieben auch, im Homeoffice, erklärt Peterson, oder sie bauten derzeit Überstunden und Urlaubstage ab. Doch um die Versorgungssicherheit bei Strom, Gas, Wärme und Wasser müssten sich die Rintelner keine Sorgen machen, sie seien sichergestellt, „unsere Montagetrupps sind getrennt voneinander unterwegs“, erläutert Peterson. „Das Infektions- und das damit verbundene Ausfallrisiko sollen dadurch gemindert und – soweit möglich – ausgeschlossen werden.“ Die Stadtwerke Rinteln böten ihren Kunden außerdem Anpassungen oder die Aussetzung von Abschlagszahlungen an, wenn sie aufgrund der Corona-Krise finanziell beeinträchtigt seien.

© Schaumburger Zeitung, 02.04.2020

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