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Weniger Strom verbraucht

Energiebericht der Stadt Rinteln: Weniger Schadstoffe ausgestossen, Verbrauch in Kindergärten noch hoch

Die Stadt Rinteln will klimapolitisch vorbildlich vorangehen – das zumindest geht aus dem aktuellen Energiebericht hervor, den die Stadtwerke Ende letzten Jahres vorgelegt hatten. „Die Stadt Rinteln möchte sich dieser Herausforderung stellen und den steigenden Emissionen entgegenwirken“, ist dort zu lesen.

Ebenso solle der Energieverbrauch aller öffentlichen Einrichtungen stetig verringert werden, um einen „Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“.

Die Stadt sieht sich bislang auf gutem Wege: Gegenüber 2016 wurden im vorvergangenen Jahr laut Bericht zehn Kilo Kohlenstoffmonoxid, knapp 25 000 Kilo Kohlenstoffdioxid, 17 Kilo Stickstoffoxid und 24 Kilo Schwefeldioxid eingespart.

Der Energiebericht hält fest, wie viel Energie die öffentlichen Gebäude – wie Rathaus oder Kindergärten – im vorvergangenen Jahr verbraucht haben. Insbesondere der Stromverbrauch sei zurückgegangen, heißt es im Bericht.

Insgesamt haben die städtischen Liegenschaften im Jahr 2017 796 013 Kilowattstunden (kWh) verbraucht – und damit fiel der Wert erstmals unter die 800 000er Marke. Verbraucht wurden damit 22 451 kWh weniger als noch im Vorjahr.

Vor allem angesichts steigender Energiepreise müssten jedoch noch mehr Einsparpotenziale genutzt werden, heißt es im Bericht. Dies sei zum Beispiel möglich, indem man mehr intelligente Technologien nutze und das Nutzungsverhalten anpasse. Durch mehr Eigenverantwortung und die Aufmerksamkeit der Personen, die die öffentlichen Gebäude wie Turnhallen nutzen, könne viel Energie eingespart werden.

Insgesamt kostete der Strom die Stadt im Jahr 2017 202 000 Euro. Am meisten Strom verbrauchte die Gebäudegruppe, in der unter anderem Verwaltungsgebäude, Bürgerhaus und Museum aufgeführt sind.

Teurer als Strom ist für die Stadt das Heizen: Die Gesamtkosten hierfür beliefen sich 2017 auf 407 000 Euro. Damit sind die Heizkosten im Vergleich zum Vorjahr um 10 000 Euro gestiegen, obwohl der Verbrauch insgesamt gesunken ist. Dies liegt laut Bericht zum größten Teil am Anstieg des Erdgas- und Wärmeverbrauches.

Erdgas trägt 41,49 Prozent Anteil an der Gesamtenergie der Stadt, Erdwärme 45,47 Prozent, Heizöl 11,37, und Flüssiggas 1,67 Prozent. Der Heizölanteil ist laut Bericht gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Welche Gebäudegruppen verbrauchen besonders viel Heizeenergie? Der Blick in den Bericht zeigt: vor allem Schulen und Sportstätten. 951 238 kWh etwa die Schulen, nur 116 929 kWh hingegen die Gemeinschaftshäuser. Das ist natürlich kein Wunder: Schulen machen mit rund 15 000 Quadratmetern beheizter Bruttogrundfläche den größten Flächenanteil aller städtischen Einrichtungen aus. Die Grundschule Nord verfügt von allen Schulen über die größte beheizbare Bruttogrundfläche. Am meisten Heizenergie verbraucht jedoch die Grundschule Exten. Bei den Dorfgemeinschaftshäusern verbraucht mit großem Abstand jenes in Hohenrode am meisten Heizenergie.

Der gesamte Energieverbrauch von Schulen und Kindergärten sei mittlerweile „stark zurückgegangen“, heißt es im Bericht. Doch vor allem die Kindergärten bereiten der Stadt Sorgen: Im Vergleich zu ihrer beheizbaren Bruttogrundfläche weisen sie immer noch einen hohen Verbrauch auf. Dieser liege sogar über dem durchschnittlichen Verbrauchskennwert für Gebäude.

© Schaumburger Zeitung, 14.01.2019, Foto: JAN

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