logo for printview

Umweltfreundlicher Umbau

Flutlichtanlagen und Sporthalle Steinbergen werden saniert / Arbeiten im Hallenbad Steinbergen

Es werde Licht an und auf den A-Plätzen in Rinteln sowie in Exten – und zwar energiesparend: Noch in diesem Jahr sollen die Strahler der Flutlichtanlagen der beiden Plätze erneuert werden. Das teilt die Stadt Rinteln mit.

Die Flutlichtanlagen Am Steinanger sowie Am Sportplatz sollen künftig umweltfreundlicher strahlen. Gefördert wird diese Maßnahme vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“.

„Für die Maßnahme wurden zweimal 30  000 Euro in den städtischen Haushalt eingestellt“, sagt Uwe Quindt vom Tiefbauamt auf Anfrage dieser Zeitung. Die Stadt habe für die Umrüstung einen Förderantrag gestellt, der nun auch bewilligt worden sei. Heißt: 30 Prozent der anfallenden Kosten bekommt die Stadt als Förderzuschuss vom Bund.

Um diese Zuschüsse abzugreifen, müsse die Stadt die Flutlichtanlagen noch innerhalb des laufenden Jahres umrüsten, so Quindt. Dieser Zeitrahmen werde eingehalten: Die Maßnahme wurde bereits ausgeschrieben. „Zwei gute Angebote“ gebe es schon nach der ersten Durchsicht. Die Angebote müssten nun noch geprüft und der Auftrag dann vergeben werden.

Ersetzt wird nicht die komplette Anlage, sondern lediglich die Strahler. Die Masten seien stabil, so Quindt, das habe eine Standsicherheitsprüfung ergeben.

Die Nationale Klimaschutzinitiative will zur Verankerung des Klimaschutzes vor Ort beitragen. Von ihr sollen Verbraucher ebenso profitieren wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. Das Bundesumweltministerium initiiert und fördert in diesem Rahmen seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen leisten.

Energetisch saniert werde derz eit auch die Turnhalle in Steinbergen, teilt die Stadt weiterhin mit. Das Dach der Halle soll saniert werden, indem die Dämmstärken erhöht werden. Hierfür sei auch erforderlich, die Dachdichtungsbahnen mit Attikaanschluss zu erneuern, teilt die Stadt mit. „Das betrifft auch die Nebenräume“, so Rintelns Baudezernent Stefan Eggert-Edeler.

Im Rahmen dieser derzeit laufenden Arbeiten werden die Sporthalle sowie das ehemalige Schulgebäude an das Blockheizkraftwerk des Hallenbades Steinbergen angeschlossen. Das Ziel: dezentrale Wärmeversorgung. Da es für die Sanierung der Sporthalle allein keinen Förderzuschuss gegeben hätte, so Eggert-Edeler, habe die Stadt die Maßnahme an den Umbau des Hallenbades gekoppelt. Ziel ist auch hier: Energie einsparen und den CO 2 -Ausstoß der Gebäude verringern.

Das Hallenbad ist derzeit geschlossen. Es laufen Arbeiten zur Erneuerung der Glasbausteinfassade. Die alte, bestehende Fassade wird derzeit abgebrochen, teilt Stadtwerke-Chef Jürgen Peterson auf Anfrage mit. Anschließend sollen neue, großflächige Fensterelemente eingebaut werden. In der Halle werden dann auch die Heizelemente erneuert, die an der Fassade liegen.

Anschließend soll der Dachaufbau erneuert werden. Das Flachdach wird erhöht und als Pultdach neu aufgebaut (wir berichteten). „Hierdurch wird Platz für den Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung geschaffen“, erklärt Peterson. Auf Fassade und Teile des Daches installieren die Stadtwerke außerdem eine Fotovoltaikanlage.

Die Kosten für die Sanierung und Modernisierung des Hallenbades sind laut Peterson mit rund 660  000 Euro veranschlagt. Das gesamte Bauvorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, Programmgebiet „Stärker entwickelte Region“ mit einem Zuschuss in Höhe von 50 Prozent, also etwa 330  000 Euro, gefördert.

Die Umbauarbeiten am Hallenbad werden sich voraussichtlich bis ins kommende Jahr hinziehen. „Der Fertigstellungstermin hängt von der Witterung und der Verfügbarkeit der am Bau tätigen Firmen ab und kann deshalb nicht genau bestimmt werden“, so Peterson.

© Schaumburger Zeitung, 08.08.2019

« zurück zur Übersicht