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Strom und Gas: Preise noch stabil

Keine Erhöhung während der Heizperiode

Fast die Hälfte der Grundversorger in der Bundesrepublik hat nach Informationen des Vergleichsportals Verivox die Strompreise erhöht. Die Stadtwerke Rinteln sind (noch) nicht darunter. Gestern Abend tagte der Aufsichtsrat der Stadtwerke. Eine Erhöhung der Gas- und Strompreise stand nicht auf der Tagesordnung. Wie Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Peterson auf Anfrage betonte, sei das für die nächsten Monate auch nicht geplant, nicht während der „Heizperiode“. Weiter wollte sich Peterson nicht festlegen.

Die Gaspreise sind zwar nicht mehr wie früher direkt an den Ölpreis gekoppelt, sondern entwickeln sich am „Wärmemarkt“, also im Vergleich mit den unterschiedlichen Produkten, mit denen sich Wärme erzeugen lässt. Und dabei ist Öl nach wie vor das Leitmedium.

Ein Preistreiber beim Strompreis war bisher die EEG-Umlage für den Ausbau der „Erneuerbaren Energien“. Diese Umlage ist gesunken. Dafür hat man die sogenannte Offshore-Umlage aus diesem Paket herausgerechnet. Diese Umlage, die Einnahmeausfälle für Offshore-Windpark-Betreiber ausgleicht, wiederum ist gestiegen. Unter dem Strich ist das für den Stromverbraucher eine Rechnung der Sorte plus/minus null.

Strompreistreiber sind heute die Netzentgelte (praktisch Mietgebühren für die Netznutzung) und die steigenden Preise für CO 2 -Zertifikate. Auch die Bezugspreise für Strom gehen an der Börse wieder nach oben: Wer sich jetzt die Stromlieferung fürs nächste Jahr sichern will, zahlt rund 50 Euro pro Megawattstunde. Zu Beginn des Jahres waren es 37 Euro.

Wie ein Blick auf Vergleichsportale im Internet zeigt, wird der Markt der Stromanbieter wieder überschaubarer. Viele Anbieter, die sich mit der Liberalisierung auf den Markt gedrängt haben, sind wieder verschwunden. Auch die Strompreise haben sich nahezu angeglichen, wenn man den einmaligen Bonus beim Anbieterwechsel abzieht.

© Schaumburger Zeitung, 28.11.2018

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