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Rinteln auf der Kinoleinwand

Film "Glück ist was für Weicheier" läuft vom 21. Februar an im Kino-Center

Zwei junge Mädchen auf der Suche nach sich selbst, ein Bademeister als Vater – die Story mit der Filmkamera eingefangen unter anderem im Rintelner Hallenbad, das den Retro-Charme der Siebzigerjahre verströmt. „Glück ist was für Weicheier“ heißt der Streifen. Kinobetreiber Michael Ruhs freut sich: „Einen Film bei uns zu zeigen, der teilweise hier in der Region entstanden ist, das ist schon was Schönes.“

Außer den Szenen im Hallenbad sind auch das Gymnasium Ernestinum sowie einige heimische Straßen zu sehen. Ines Rauch, Mitarbeiterin dieser Zeitung, „fand es einfach cool, dabei zu sein“, und hat sich deshalb auf das Gesuch nach Komparsen beworben. An einem sonnigen Tag im Oktober 2017 stieg sie dann in ihre Inline-Skates und fuhr mit einer Gruppe von Statisten etliche Male um die Kurve Im Kleinen Löök. Der Dreh habe ihr trotz einer gewissen Anstrengung sehr viel Spaß gebracht, sagt sie.

In das besondere Flair von Rinteln habe sie sich auf der Suche nach Drehorten sofort verguckt, sagt Regisseurin Anca Miruna Lazarescu. Gut für sie, dass sie mit dem Drehbeginn nach den sechs Jahre langen Vorarbeiten nicht mehr lange gewartet hat. Denn ab diesem Jahr soll etappenweise damit begonnen werden, das Rintelner Hallenbad zu sanieren. Damit wird auch ein geschichtsträchtiger Teil der Weserstadt verloren gehen.

Regisseurin Lazarescu wurde in Hameln-Pyrmont geboren und absolvierte ihr Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. 2011 erhielt sie dort ihr Diplom, ihre Abschlussarbeit „Silent River“ wurde daraufhin vielfach ausgezeichnet (wir berichteten). „Glück ist was für Weicheier“ ist ihr zweiter Kinofilm und wird ab dem 21. Februar über die Kinoleinwände im Kino Rinteln flimmern. Wer es nicht mehr abwarten kann, muss wohl auf ein anderes Kino ausweichen, denn der bundesweite Kinostart ist bereits für den 7. Februar geplant. Das Rintelner Hallenbad von einem Rintelner Kinosessel aus zu beobachten, das wäre allerdings doch etwas Besonderes, oder nicht?

© Schaumburger Zeitung, 15.01.2019

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