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Jetzt mit Brennstoffzelle

Blockheizkraftwerk im Rathaus defekt

Das Blockheizkraftwerk im Rathaus an der Klosterstraße 19 in Rinteln ist defekt und außer Betrieb. Wie Baudezernent Stefan Eggert-Edeler während der Bauausschusssitzung schilderte, lohne sich eine Reparatur nicht mehr. Deshalb wollen die Stadtwerke das mit Erdgas betriebene Blockheizkraftwerk durch eine moderne innovative Brennstoffzelle ersetzen – geschätzte Kosten rund 25  000 Euro. Dafür gebe es Fördermittel, ein entsprechender Antrag werde gestellt, schilderte Eggert-Edeler.

Technische Details erläuterte auf Anfrage Thomas Sewald, technischer Leiter der Stadtwerke. Zunächst: Obwohl das Blockheizkraftwerk ausgefallen sei, habe im Rathaus niemand frieren müssen. Denn das Blockheizkraftwerk sei nur für die „Grundversorgung“zuständig. Die Heizung der Räume übernehme bei Minustemperaturen ein mit Gas betriebener Heizkessel.

Die geplante Brennstoffzelle sei Stand der Technik. Sewald erläuterte, auch in dieser Brennstoffzelle werde Erdgas genutzt und damit Wasserstoff erzeugt, der wiederum jährlich rund 13  000 Kilowatt Strom und 5500 Kilowatt Wärme liefere.

Das bisherige Blockheizkraftwerk sei im Grunde technisch nichts anders als ein Verbrennungsmotor gewesen, nur eben mit Gas betrieben, der zu einem Drittel Strom, zu zwei Dritteln Wärme produziert habe.

Da eine Brennstoffzelle als galvanische Zelle chemische Reaktionsenergie eines kontinuierlich zugeführten Brennstoffes und eines Oxidationsmittels in elektrische Energie umwandelt, hat sie keine beweglichen Teile. Anders sieht das in einem Blockheizkraftwerk aus.

© Schaumburger Zeitung, 04.03.2020

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