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Hallenbäder vor der Sanierung

Neues Pultdach mit Lüftung und mehr Tageslicht für Steinbergen/ Umfassendes Konzept für Rinteln

Das Steinberger Hallenbad wird im kommenden Jahr einer umfangreichen Sanierung unterzogen. Das hat der Geschäftsführer der Bäderbetriebe Rinteln GmbH, Jürgen Peterson, im Gespräch mit dieser Zeitung angekündigt. Statt des vorhandenen Flachdachs wird ein sanft abgeschrägtes Pultdach gebaut. Dies soll die künftige Lüftungstechnik beherbergen. „Damit tun wir zugleich dem Lärmschutz genüge“, sagte Peterson.

Die umlaufenden Glasbauelemente, die Licht ins Innere gelangen lassen, aber keine Durchsicht ermöglichen, werden durch Fensterelemente ersetzt, wie sie aus dem Rintelner Hallenbad bekannt sind. „Auch die alten Fenster werden wir selbstverständlich gegen neue austauschen.“ Obendrein werde innen alles aufgehübscht, und die Spinde in den Umkleiden würden erneuert, so der Geschäftsführer. „Die Sanitäranlagen sind ja schon saniert worden, ein modernes Blockheizkraftwerk ist eingebaut.“ Detaillierte Pläne will Peterson im Januar kommenden Jahres präsentieren. Dann soll auch der Baubeginn bekannt gegeben werden, der naturgemäß mit einer vorübergehenden Schließung des Steinberger Hallenbades einhergehen wird.

Etappenweise saniert werden soll – voraussichtlich ebenfalls ab 2019 – das im Juni 1978 in Betrieb genommene Rintelner Hallenbad. Nach Aussagen des Landkreises, der bis zur Übergabe an die Stadt Rinteln im Januar 2017 Träger des Bades war, ist vor allem die Lüftungsanlage sanierungsbedürftig. Im Gespräch mit dieser Zeitung sagte Peer Zach vom Kreisbauamt im März 2016, die Lüftungstechnik sei ebenso „hinüber“ wie der rissige Fußboden und die korrodierten Schränke in den Umkleiden. Zudem befinde sich die Sauna in einem desolaten Zustand, und überhaupt sei die Technik komplett abgängig. Die für eine von ihm dringend empfohlene Grundsanierung prophylaktisch erstellten Pläne lägen fix und fertig in der Schublade.

Für das störungsfreie Weiterlaufen der Lüftung (Zach 2016: „Fällt sie aus machen wir den Laden zu“) möchte sich auch Bäderbetriebe-Geschäftsführer Jürgen Peterson nicht verbürgen. „Es kann immer mal so etwas passieren“, sagte er. „Man denke nur an den folgenschweren Rohrbruch im Steinberger Hallenbad vor einigen Jahren.“ Nach Auffassung des Aufsichtsrates der Bäderbetriebe GmbH sei das Rintelner Bad derzeit in Ordnung. „Die Kassenanlage wurde in diesem Jahr ausgetauscht und ist nagelneu. Auf dem Fußboden im Keller steht kein Wasser.“

 

Der Architekt Wolfgang Hein ist beauftragt worden, ein Sanierungskonzept für das gesamte Hallenbad zu erarbeiten. Hein werde die entsprechenden Unterlagen des Landkreises mit einbeziehen. Fest steht laut Peterson bereits jetzt, dass die Wärmeversorgung des Rintelner Hallenbades – eventuell schon in 2019 – neu organisiert wird. So soll der im Gebäude des Gymnasiums stehende Heizkessel fürs Hallenbad, der aus einer Warmwasserleitung von der Biogasanlage des Hofs Eckel versorgt wird, abgeklemmt werden. Ein neues Blockheizkraftwerk mit Heizkessel, untergebracht im Hallenbad-Gebäude, soll dann „autark“ die Wärmeversorgung übernehmen. Als Grund dafür gab Peterson an, die Bäderbetriebe strebten damit – wie schon in Steinbergen – einen „wirtschaftlich-technischen Verbund mit den Stadtwerken“ an. Dass die Hubtrennwand zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich derzeit kaputt ist, erwähnte der Geschäftsführer auch noch.

 © Schaumburger Zeitung, 17.11.2018; Fotos: JAN, PR

 

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