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Freileitungen gerissen

Nach Strum Frederike Reparaturtrupps immer noch im Einsatz; Kabel kommen nach und nach in die Erde

Noch immer sind Techniker der Rintelner Stadtwerke im Einsatz, um die Schäden, die Orkantief „Friederike“ am vergangenen Donnerstag hinterlassen hat, zu beseitigen.

„Einige Sturmschäden konnten nur provisorisch behoben werden, sie werden uns noch in den nächsten Tagen beschäftigen“, sagt Thomas Sewald, Technischer Leiter bei den Stadtwerken. In Hohenrode war eine meterhohe Tanne von einer Bö gefällt worden und auf die Freileitung gestürzt. Der Baum riss die dicken Kupferdrähte, durch die 240 Volt fließen, zu Boden. Nicht nur der Siekweg war stundenlang blockiert: „Der Strom in rund 15 Haushalten fiel aus“, erklärt Sewald. Reparaturtrupps der Stadtwerke und Mannschaften der Feuerwehr waren schnell zur Stelle. Weil eine weitere Tanne umzustürzen drohte, mussten die Helfer zunächst abwarten. „Erst als sich der Sturm am Abend gelegt hatte, konnten wir loslegen. Vorher war die Arbeit im Korb des Hubsteigers und unter den Bäumen zu gefährlich“, sagt Sewald. Technikern sei es gelungen, dass bereits nach etwas mehr als einer Stunde ein Großteil der Haushalte wieder am Netz war. Sechs Haushalte saßen jedoch bis zum nächsten Tag im Dunkeln. Bis zum Freitagvormittag arbeiten Stadtwerke-Mitarbeiter mit Hochdruck daran, die Leitung zu reparieren. Am Freitagmittag hatten wieder alle Haushalte in Hohenrode Strom. Gerade, weil die Freileitungen sehr wartungsintensiv seien und bei starken Stürmen Bäume die Leitung beschädigen können, würden die Kupferleitungen nach und nach abgebaut, sagt Sewald. Das sei nicht immer leicht und würde zudem viel Zeit in Anspruch nehmen. „Im Rintelner Stadtgebiet haben wir bereits die letzte Freileitung abgebaut und das Kabel unter die Erde gelegt. In einigen Ortsteilen gibt es aber noch Freileitungen“, so Sewald.

© Schaumburger Zeitung, 23.01.2018

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