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Drei Bäder – eine Karte

Weserangerbad erhält neuen Kassenautomaten / Vorbereitung auf die neue Saison

RINTELN. Wenn in einigen Wochen wieder die ersten Badegäste ins Weserangerbad strömen, werden sie zumindest den Eingangsbereich „ihres“ Bades nicht wiedererkennen: Derzeit sind Bauarbeiter dabei, eine Gabionenwand zu errichten. Mit den Steinen im Metallgitterrahmen soll der Eingang aber nicht in erster Linie „aufgehübscht“ werden, sie erfüllen einen ganz praktischen Zweck. Integriert wird nämlich ein neuer Kassenautomat, mit Scherengittern wird das Bad nach Betriebsschluss vorn und hinten abgeschlossen.

Stammgäste der Rintelner Bäder kennen den Automatentyp bereits aus den Hallenbädern am Schulzentrum und in Steinbergen. Mit dem dritten Automaten gehen die Bäderbetriebe einen weiteren Schritt in Richtung Kundenfreundlichkeit. Mit einer zuvor erworbenen (Geldwert-)Karte können nun alle drei Rintelner Bäder genutzt werden.

Die Anschaffung der neuen Automatengeneration wurde jedoch auch aus einem ganz anderen Grund erforderlich, wie Bäder-Geschäftsführer Jürgen Peterson im Gespräch mit dieser Zeitung erläuterte. Das Finanzamt stellt höhere Ansprüche an Computerkassen aller Art, was die Dokumentation der Einnahmen angeht. Seit Beginn des Jahres müssen diese jederzeit spontane Kassenprüfungen ermöglichen.

Umgewöhnen müssen sich allerdings diejenigen Badegäste, die ihre Eintrittskarte bisher immer am Kassenhäuschen gekauft haben – und sich dabei vielleicht auch noch auf einen persönlichen Plausch gefreut haben. Die herkömmliche Kasse wird nämlich im Regelfall nicht mehr besetzt sein. Nur bei Hochbetrieb, also zum Beispiel zu Ferienbeginn oder bei hochsommerlichen Temperaturen, wird hier noch geöffnet sein und eine tragbare Computerkasse in Betrieb genommen.

Im Normalfall löst der Badegast eine Karte am Automaten, legitimiert sich dort mit seiner Dauerkarte oder lässt den entsprechenden Betrag von seiner Geldwertkarte abbuchen.

Weitere größere Bauarbeiten stehen im Weserangerbad nicht an, allerdings werden weiterhin alte Beton-Bodenplatten Stück für Stück durch Verbundsteinpflaster ersetzt. Derzeit wird der neue Bodenbelag vor dem Schwimmmeisterbüro und den ersten Umkleiden verlegt.

Die Winterruhe hat das Bad gut überstanden, Frost- oder Hochwasserschäden gab es nicht. Das heißt allerdings nicht, dass Schwimmmeister Stefan Lehmann und sein Team die Hände in den Schoß legen können. Im Gegenteil: Jetzt ist Hochsaison, wenn es darum geht, das Bad für die neue Saison herauszuputzen und zu säubern. Mit Hochdruck im wahrsten Sinn des Wortes wird dem Winterschmutz zu Leibe gerückt. Augenblicklich wird das Abenteuerbecken gereinigt. Wenn die Edelstahlbecken vor Sauberkeit blitzen, wird Wasser eingelassen. Lehmann geht vom 20. April aus. Eine Woche später wird der Wasserkreislauf in Gang gesetzt, um die Pumpen im Betrieb zu testen.

Auf einen genauen Eröffnungstermin mochte sich Jürgen Peterson noch nicht festlegen. Das handhabe man auch in diesem Jahr witterungsabhängig ganz flexibel. Erfahrungsgemäß seien Ende April alle vorbereitenden Arbeiten erledigt. Davon geht nach dem derzeitigen Stand auch Lehmann aus. Dann muss nur noch das Wetter mitspielen. Denn Lehmann weiß aus Erfahrung: „Gerade im Mai sind die Leute ganz heiß aufs Schwimmbad!“


Im Weserangerbad werden in der neuen Saison folgende Eintrittspreise fällig:

Einzelkarten : Erwachsene zahlen 3 Euro, Jugendliche 2 Euro pro Besuch. Der Eintritt ab 18 Uhr wird günstiger: Dieser kostet für Erwachsene 2 Euro, für Jugendliche 1 Euro.

Saisonkarten für Erwachsene kosten 80 Euro, für Kinder und Jugendliche 40 Euro. Familie mit Kindern bis einschließlich 17 Jahren zahlen 120 Euro, Alleinerziehende mit Kindern bis einschließlich 17 Jahren 100 Euro.

Für 20 Euro wird eine „Sommerferiencard“ für Jugendliche angeboten.

Dann gibt es noch die bereits erwähnten Geldwertkarten , die in allen drei Rintelner Bädern ganzjährig genutzt werden können. Je höher der Betrag ist, der eingesetzt wird, desto höher ist auch der Rabatt. Da kann es sich durchaus lohnen, gleich in eine teurere Karte zu investieren.

Eine Karte mit 12,50 Euro Guthaben gibt es für 10 Euro. Eine Karte im Wert von 30 Euro kostet 25 Euro, eine Karte im Wert von 70 Euro kostet 50 Euro, eine im Wert von 150 Euro 100 Euro. kk

 

© Schaumburger Zeitung, 09.04.2018

 

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