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Bis November umsonst "tanken"

Stadtwerke wollen Fahrer von E-Autos künftig zur Kasse bitten/ Abrechnungsmodus funktioniert

Umsonst tanken? Das klingt unglaublich, ist aber tatsächlich Realität für alle, die ein Elektro-Auto fahren. An den neun Ladesäulen in Rinteln und Umgebung gibt es den benötigten Strom gratis. Ab November allerdings ändert sich da etwas.

Umsonst gibt es den Strom bisher, weil der digitale Abrechnungsmodus noch nicht ganz ausgereift ist und die Stadtwerke deutlich mehr kostet als das Verschenken des Stroms. „Noch braucht man nur ein Ladegerät und sonst nichts“, so Stadtwerke-Vertriebsleiter Thomas Rinnebach. „Aber irgendwann muss man den Anfang machen und auf die Bezahlung übers Smartphone umstellen.“

Die Sache mit der Abrechnung ist auch deshalb so kompliziert, weil der „getankte“ Strom nicht einfach über den Hausstromvertrag der Kunden laufen kann. In Rinteln laden sich ja auch Touristen ihre E-Autos auf. Zudem müssen die Stadtwerke mit dem Abrechnungsdienstleister „innogy“ kooperieren. „Bis wir da ins Plus kommen, werden noch einige Jahre vergehen“, sagt Rinnebach.

Die gute Nachricht: Kunden der Stadtwerke erhalten ihren E-Auto-Strom bis auf Weiteres gratis, auch nach der Umstellung im November. Sie müssen sich dafür nur einen Gutschein mit einem Code fürs Smartphone bei den Stadtwerken abholen. „Fremde“ allerdings zahlen etwa 30 Cent pro Kilowattstunde. 100 Kilometer kosten im Durchschnitt dann etwa 3,50 Euro.

 

© Schaumburger Zeitung, 08.09.2018

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