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Ankommen ist alles

9. Weser-Radmarathon startet am 1. September/ Wieder rund 500 Teilnehmer erwartet

Die große Frage war: Welcher Radsportler fährt an einem Stück 300 Kilometer? Die Antwort weiß man heute: erstaunlich viele. 300 Kilometer das bedeutet einmal von Rinteln bis nach Hann. Münden – und zurück. Dann geht es – vor der Zieleinfahrt – noch über die Ottensteiner Hochebene, wenn man eigentlich schon von einem Bier und einer Dusche träumt.

Inzwischen hat sich in der Radsportszene längst herumgesprochen, dass Rinteln ein schönes Städtchen ist, die Strecke entlang der Weser als abwechslungsreich gilt und die Organisation der Veranstaltung verlässlich arbeitet. 40 Teilnehmer waren es beim ersten Marathon, im Vorjahr – bei der achten Auflage – starteten bereits 500 Teilnehmer.

Das Angebot, zwischen 150 und 300 Kilometer wählen zu können, gibt es auch nicht überall. Dabei ist der Weser-Radmarathon kein Rennen, man muss nur die gewählte Distanz bewältigen.

Im September erwartet Gräbner wieder „so um die 500 Teilnehmer“. Letztlich sei es auch vom Wetter abhängig, wie viele sich am Tag der Veranstaltung noch anmelden. Ein Sache, die nicht zu ändern ist: In diesem Jahr hat der Weser-Radmarathon Konkurrenz. Zeitgleich findet der Bodensee- und der Ötztaler-Radmarathon statt.

Es ist die neunte Veranstaltung – „und wir haben im Laufe der Jahre dazugelernt“, so Gräbner: Die Strecke ist inzwischen ausgeschildert, auf den ersten 150 Kilometern mit grellgelben Wegweisern, die man auch in der Morgendämmerung nicht übersehen kann. Die ersten Radfahrer gehen immerhin ab 5.30 Uhr auf die Strecke.

Zahl und Angebot der Verpflegungsstationen sind optimiert worden. Inzwischen sind es acht, zwei neue Verpflegungsstationen sind dazugekommen. Das Anmeldesystem wurde verbessert. Dass diese Veranstaltung überhaupt möglich ist, das garantiert auch ein Netzwerk von mehr als 100 Akteuren und Helfern aus dem ganzen Weserbergland.

Mit einem „Marketing-Mix“ haben die Mitarbeiterinnen des Touristikzentrums den Weser-Radmarathon als „Marke“ in ganz Deutschland etabliert. So wird der Termin in den großen Radsportmagazinen sowie im Internet aufgeführt.

Und dank des Engagements der Radsportsparte des TSV Krankenhagen ist der Wesermarathon auch beim Bund Deutscher Radfahrer gelistet. Für die Veranstaltung werden Punkte vergeben.

Als neuer Sponsor ist in diesem Jahr „Gerstoni, die Dieckmann Cereals“ von der Domäne Coverden mit Sitz im Industriegebiet Süd dabei. Geschäftsführerin Karin Dieckmann hat auch den Kontakt zu Radprofi Bernd Rennies geknüpft, der als Spezialist für Radsport-Events, Radreisen und Trainingslager gilt. Rennies war „Finisher“ in seiner Altersgruppe beim Ironman auf Hawaii und wirbt ebenfalls für den Weser-Radmarathon.

„Gerstoni“ und Radsport – das passe gut zusammen, betonte Dieckmann. Die Gourmet-Gerste sei „Fitness von innen“. Deshalb komme Ende des Jahres auch ein spezielles Müsli auf den Markt.

Dabei sind als Sponsoren wie immer die Stadtwerke, die heimischen Sparkassen und weitere Touristikpartner.

Erstmals gibt es in diesem Jahr ein „Einrollen zum Kaiser“ am Freitagnachmittag. Gemeint ist eine 55-Kilometer-Runde (Start 16 Uhr auf dem Marktplatz in Rinteln) zum sanierten Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica mit Pause im Restaurant. Hier führt Radprofi Thorsten Westerholz. Der Physiotherapeut aus Porta Westfalica ist auch Triathlet und hat zahlreiche Rad-Marathons wie den Ötztaler und die Transalp-Tour erfolgreich beendet.

Und Gräbner hat schon eine neue Idee für eine weitere große Sportveranstaltung:„Ein Wandermarathon mit Strecken auf und um den Weserberglandweg.“

© Schaumburger Zeitung, 22.08.2018

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