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Technische Anforderungen zum Einspeisemanagement

1. Anforderungen des Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)

§ 6 Technische Vorgaben

(1) Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber sowie Betreiberinnen und Betreiber von KWK-Anlagen müssen ihre Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 100 Kilowatt (kW) mit technischen Einrichtungen ausstatten, mit denen der Netzbetreiber jederzeit

1. die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann und

2. die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen kann.


(2) Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie

1. mit einer installierten Leistung von mehr als 30 kW und höchstens 100 kW müssen die Pflicht nach Absatz 1 Nummer 1 erfüllen,

2. mit einer installierten Leistung von höchstens 30 kW müssen

a) die Pflicht nach Absatz 1 Nummer 1 erfüllen oder

b) am Verknüpfungspunkt ihrer Anlage mit dem Netz die maximale Wirkleistungseinspeisung auf 70 Prozent der installierten Leistung begrenzen.



2. Umsetzung des § 6 bei der Stadtwerke Rinteln GmbH

Die Stadtwerke Rinteln setzt zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung den Zähler Elster AS 1440 ein.

 

Die Funktion des Gerätes ist nur gegeben, wenn eine Verbindung zum Mobilfunknetz D1 oder D2 besteht.

Der Zähler verbleibt im Eigentum der Stadtwerke Rinteln GmbH. Über die integrierte Zählerfernauslesung werden die Anforderungen des §6 Abs.1 2 erfüllt. Die Stadtwerke Rinteln GmbH ermittelt auch die Abrechnungswerte über die Zählerfernauslesung.

Nach erfolgreicher Installation ist die Bestätigung der Installation an die Stadtwerke Rinteln GmbH zu senden.



3. Aufgaben des Anlagenbetreibers

Der Anlagenbetreiber stellt eine Steuerverbindung vom AS 1440 bis zu den Erzeugungsanlagen und innerhalb der Erzeugungsanlage sowie die notwendigen Übertragungseinrichtungen inkl. Montage und Anschluss zur Verfügung.

Weiterhin stellt der Anlagenbetreiber die steuerungstechnische Funktionalität innerhalb der Anlagensteuerung sicher.



4. Technische Beschreibung der Schnittstelle

Der AS 1440 schaltet über eine Relaisschaltung vier potentialfreie Kontakte (K4-K7). Der Kontakt ist für die Dauer der Reduzierung geschlossen. Die Relaiskontakte sind auf einen Klemmenblock außerhalb des plombierten Anschlussraumes des Zählers herausgeführt. Das Schaltvermögen der Relais beträgt 230V/100mA im Klemmenblock ist eine Sicherung integriert.

 

 

 

 

Die ausgeführten Zählerschaltkontakte befinden sich im plombierten Bereich und werden, bei der Installation durch die Stadtwerke, auf die Reihenklemmenleiste geführt. Der Anschluss erfolgt laut untenstehendem Schaltbild.

 

 

 

 

 

 

  Schaltbild:


Das Schema für die Abschaltung lautet:

K4 geschlossen Reduzierung auf 100% / keine Reduzierung (ggf. nicht verdrahtet)

K5 geschlossen Reduzierung auf 60%

K6 geschlossen Reduzierung auf 30%

K7 geschlossen Reduzierung auf 0%

Bei Anlagen unter 100 kW wird nur K7 Reduzierung auf 0% angesteuert.

Die Kontaktbelegung wird von den Stadtwerken Rinteln wie beschrieben vorgegeben und muss vom Anlagenbetreiber umgesetzt werden. Es kann während der Umschaltzeit zu doppelt geschlossenen Kontakten oder zur Öffnung aller Kontakte kommen.



5. Abnahme / Funktionskontrolle

Die Stadtwerke Rinteln GmbH führt ggf. gemeinsam mit dem Anlagenbetreiber eine Überprüfung der steuerungstechnischen Funktionalitäten über eine Simulation durch.

Kontakt

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