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Anmeldung, Anschluss und Inbetriebnahme einer Eigenerzeugungsanlage

Einspeisung von Strom

Zur Feststellung der Netzanschlussfähigkeit und Netzverträglichkeit sind alle Erzeugungsanlagen, die an das Netz der Stadtwerke Rinteln GmbH angeschlossen werden sollen, vor Inbetriebnahme schriftlich oder per Mail an info@stadtwerke-rinteln.de anzumelden.

Erzeugungsanlagen sind unter Beachtung der jeweils gültigen gesetzlichen Bestimmungen und den anerkannten Regeln der Technik so zu errichten, dass ein störungsfreier Parallelbetrieb mit dem öffentlichen Versorgungsnetz gewährleistet ist.

Hierbei sind unter anderem in der jeweils geltenden Fassung einzuhalten:

Anmeldeverfahren

Die Anmeldung von Erzeugungsanlagen erfolgt durch einen eingetragenen, mit gültigem Installateur-Ausweis ausgestatteten Elektroinstallateur mittels einer "Anmeldung zum Netzanschluss" unter Beachtung des üblichen Anmeldeverfahrens. Dieses Verfahren wird auch bei Mittelspannungsanschlüssen angewandt.

Folgende Unterlagen sind der Anmeldung beizufügen:

Auf Grundlage der vollständigen Unterlagen ermittelt die Stadtwerke Rinteln GmbH bei EEG-Anlagen innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Bearbeitungsfrist von 8 Wochen den technisch und wirtschaftlich günstigsten Verknüpfungspunkt der geplanten Anlage mit dem öffentlichen Versorgungsnetz und teilt diesen dem Antragsteller mit. Dieses gilt grundsätzlich auch für KWK-Anlagen. In diesem Zuge prüft die Stadtwerke Rinteln GmbH ebenfalls, ob die Leistung der Anlage aufgrund der wachsenden Anzahl von Einspeiseanlagen durch das vorhandene Netz aufgenommen werden kann (Netzverträglichkeitsprüfung).
Sollte eine Netzverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden müssen, wird diese dem Antragsteller anteilig mit 250,00€ Pauschal in Rechnung gestellt.

Bauausführung

Nach erfolgreicher Netzverträglichkeitsprüfung bekommt der Antragsteller ein Bestätigungsschreiben. Nun kann mit dem Bau der Anlage begonnen werden. Der Fachbetrieb errichtet die Erzeugungsanlage unter Beachtung der genannten Regelwerke und zeigt die Fertigstellung beim Netzbetreiber an. Ist der Netzanschluss der geplanten Anlage nicht über den vorhandenen Netzanschluss möglich, erstellt die Stadtwerke Rinteln GmbH ein Netzanschlussangebot zur Anbindung der Erzeugungsanlage an das öffentliche Versorgungsnetz.

Inbetriebnahme

Nach Fertigstellung der Anlage sendet der Installateur einen vollständig ausgefüllten Inbetriebsetzungsauftrag an die Stadtwerke Rinteln GmbH. Daraufhin setzen die Stadtwerke Rinteln GmbH die Messeinrichtung, der Elektroinstallateur nimmt die Anlage in Betrieb und zeigt die Inbetriebnahme mit den Datenblättern F1 und F2, sowie dem „Datenblatt-PV-Anmeldung“  beim Netzbetreiber an. Je nach Anlagentyp ist eine Konformitätserklärung bzw. Unbedenklichkeitsbescheinigung beizufügen.

Bei PV-Anlagen mit Selbstverbrauch des erzeugten Stroms ist vom ausführenden Elektroinstallateur auf dem Inbetriebsetzungsauftrag besonders auf die abweichende Messmethodik (Drehstrom-Zweirichtungszähler an der Übergabestelle und Drehstrom-Einrichtungszähler mit Rücklaufsperre für den Gesamtstrommengenunterzähler) hinzuweisen.
Des Weiteren ist die verbindliche Erklärung des Anlagenbetreibers ausgefüllt und unterschrieben, sowie die Anmeldung bei der BNEtzA in Kopie, einzureichen.

Vertrag und Vergütung

Auf der Grundlage des Vertrages über Anschluss und Betrieb einer Stromerzeugungsanlage werden Einzelheiten zu den Geschäftspartnern, netztechnische Fakten (z.B. Anlagenleistung, Netzspannung/Netzfrequenz) und abrechnungstechnische Rahmenbedingungen (z.B. Abrechnungszeitraum, Abschlagshöhe) festgelegt.

Höhe der Vergütung und Dauer der Zahlungen sind durch den Gesetzgeber im EEG bzw. im KWKG vorgegeben. Ein Vertragsabschluss und dadurch automatisierte Vergütungszahlung kann nur bei Vorlage aller erforderlichen Unterlagen erfolgen.

Checkliste

Folgende Unterlagen/Formulare werden von Ihnen bei der Errichtung einer Eigenerzeugungsanlage benötigt:

Vor Baubeginn

Bei Inbetriebnahme

Messprinzip und Messung bei Erzeugungsanlagen gem. § 33 (2) 

Wir verweisen unter nachfolgenden Links auf die TAB 2007 und die Ergänzungen zur TAB 2007.

- TAB 2007
- Ergänzungen TAB 2007 EEG Anlagen 2009 ab Oktober 2010