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Meister Adebars neues Domizil

NABU und Stadtwerke Rinteln errichten Storchennest / Hoffnung auf erste Storchenbrut seit vielen Jahrzehnten

RINTELN. Auf dem Vogelzug im Frühjahr sind sie auch wieder im Rintelner Wesertal zu sehen und rufen bei naturinteressierten Menschen Begeisterung hervor: Weißstörche. Lange ist es jedoch her, dass der Wappenvogel des NABU in Rinteln das letzte Mal gebrütet hat – laut den Rintelner Naturschützer ist dies viele Jahrzehnte her. Gründe sind der zunehmende Verlust von Nahrungshabitaten wie Feuchtgrünland und Kleingewässer sowie insbesondere geeignete Brutplätze.

Nun hat der NABU gemeinsam mit den Stadtwerken Rinteln ein Projekt ins Leben gerufen, um Meister Adebar unter die Flügel zu greifen, wobei alle Beteiligten Hand in Hand gearbeitet haben, wie Dr. Nick Büscher, Vorsitzender des NABU Rinteln, erläutert: „Ein geeignetes Grundstück haben wir unweit der neu entstandenen Sekundäraue gefunden – die Stadt Rinteln als Eigentümerin wie auch der Landwirt, welcher die Fläche gepachtet hat, haben erfreulicherweise ihre Zustimmung gegeben.“

Gemeinsam mit den Stadtwerken und engagierten Handwerksbetrieben habe man sich darangemacht, eine langlebige Storchennisthilfe zu bauen. Unterstützt wurde das Projekt von der Tischlerei Hoppe aus Engern, welche nach dem NABU-Bauplan die Nisthilfe hergestellt und gespendet hatte. Darüber hinaus hat die Firma Metallbau Bornemann aus Bückeburg für eine haltbare Metallunterlage zwecks Standsicherheit gesorgt. „Störche bauen Nester, die im Laufe der Brutjahre ein Gewicht von mehr als einer Tonne aufweisen können“, weiß Büscher zu berichten.

In einer konzentrierten Aktion wurde der von den Stadtwerken beigesteuerte Telegrafenmast aufgerichtet und mit der Nisthilfe versehen. „Wir hoffen, dass wir bald wieder brütende Störche in Rinteln haben“, zeigen sich NABU und Stadtwerke zuversichtlich. In jedem Falle ist das ‚Hotel Adebar‘ pünktlich zur diesjährigen Brutsaison bezugsfertig, wenn die Störche aus ihren Überwinterungsquartieren zurückkehren.

© Schaumburger Zeitung, 26.01.2017

 

 

 

 

 

 

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